Zoff in der AfD: Landesverband Saar aufgelöst

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Landesverband Saar der AfD aufgelöst
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Saarbrücken (rnt)     Der saarländische Landesverband der Alternative für Deutschland, AfD, wird aufgelöst. Dies hat der Bundesvorstand der AfD in Berlin beschlossen. Grund für diese Aktion sind Berichte über Kontakte der Saarbrücker AFD-Parteispitze zu Rechtsradikalen. Damit habe der Landesverband Saar schwerwiegend gegen die politische Zielsetzung der AfD verstoßen.


Der Entscheidung des Bundesvorstandes vorausgegangen waren Recherchen des Magazins "Stern" über Kontakte des Saar-Landeschefs Josef Dörr und seines Stellvertreters Lutz Hecker zu Rechtsradikalen. Dem Bericht zufolge standen Dörr und Hecker im vergangenen Herbst in engem Kontakt mit dem früheren stellvertretenden rheinland-pfälzischen NPD-Vorsitzenden Sascha Wagner sowie mit Ulrike Reinhardt. Reinhardt ist Aktivistin der "Pfälzer Spaziergänger", die gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung protestieren. Die Gruppe wird nach Einschätzung von Verfassungsschützern ebenfalls von der NPD beherrscht.

Nachdem handfeste Belege aufgetaucht seien, hätten mehrere Vorgänge in dem Landesverband eine Neubewertung erfahren, erklärte der AfD-Bundesvorstand. Als Ergebnis sehe der Bundesvorstand keine andere Möglichkeit, als die Auflösung des Landesverbandes Saarland.

Die AfD schrieb dazu auf ihrer Web-Site: Der Bundesvorstand habe in den vergangenen Monaten umfangreiche Untersuchungen durchgeführt. "Die Parteispitze beweist mit diesem Schritt, dass sie gewillt ist, die politischen Grundsätze und die innere Ordnung der Partei mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln zu wahren. Der Bundesvorstand wird damit seiner Verantwortung gerecht, politische Tendenzen, die dem Selbstverständnis der AfD widersprechen, zuverlässig zu verhindern."

Der Sprecher des Landesverbandes, Rolf Müller, sagte, man werde auf jeden Fall vor das Bundesschiedsgericht ziehen. "Wir sind uns keiner Schuld bewusst." Seinen Angaben zufolge hat die AfD im Saarland rund 320 Mitglieder.

 

Quelle: AfD,afd-news,rnt,Karl Freier

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