Neubrandenburg: Konzert-Premiere für Millionen-Orgel

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Neue Orgel für Konzertkirche Neubrandenburg
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Neubrandenburg (regio-newsticker)      Mit donnerndem Applaus ging gestern das erste öffentliche Konzert mit der neuen Riesen-Orgel in der Neubrandenburger Konzertkirche zu Ende. Nach zweijähriger Planungs- und Bauzeit feierten die Zuschauer in der ausverkauften Kirche die lettische Organistin Iveta Apkalna und die Neubrandenburger Philharmonie unter Leitung von Anu Tali.

Die rund zwei Millionen Euro teure Orgel ist ein Geschenk des Neubrandenburger Unternehmers Günther Weber an die Stadt. Das Instrument wird mit zwölf Metern Höhe und acht Metern Breite, dazu 2.852 Pfeifen und 70 Registern, zu den größten Orgeln in Norddeutschland gezählt. Und es ist die erste Orgel, die zwei der führenden Orgelbaufirmen, Schuke Berlin und Klais aus Bonn, gemeinsam entworfen, gebaut und gestimmt haben. Offensichtlich begeistert von der neuen "Königin der Instrumente“ zeigte sich der Intendant der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, Markus Fein: "Wir werden die Festspielsaison 2018 hier mit einer Welturaufführung eines neuen Orgelstückes starten.“

"Die Konzertkirche gehört zu den besten Konzertsälen Deutschlands“, lobte Fein weiter. Dabei hatte die imposante Marienkirche seit 1945 fast 50 Jahre als Ruine im Zentrum der Stadt gestanden. "Nur wenige Menschen hatten damals die Fantasie, dass hier einmal das kulturelle Herz unserer Stadt schlagen wird“, sagte Neubrandenburgs Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos). Er danke ausdrücklich auch denjenigen, die in der DDR-Zeit dafür gesorgt hätten, dass die Ruine nicht habe weichen müssen.

Vor 16 Jahren war die Kirche wiedereröffnet worden.

Bild: Claus-Joachim Dickow CC-BY-SA 3.0