Landgericht Nürnberg-Fürth: Iraker wegen versuchtem Ehrenmord angeklagt

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Nürnberg-Fürth (regio-newsticker)   Ein 53-jähriger Iraker musss sich ab heute vor dedm Landgericht Nürnberg-Fürth verantworten, weil er versucht haben soll, seine Ehefrau zu erstechen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er sich nach ihrer Trennung von ihm in seiner Ehre verletzt sah.

Im Oktober 2016 soll der irakische Asylbewerber mit einem Küchenmesser auf seine Ehefrau losgegangen sein. Diese hatte sich im Juli vergangenen Jahres von ihm getrennt und war daraufhin mit einer gemeinsamen Tochter in eine andere Asylunterkunft verlegt worden, so die Staatsanwaltschaft.

Zwei Monate später traf sich das Ehepaar zu einer Aussprache. Der Angeklagte soll dabei seine Frau aufgefordert haben, zu ihm zurückzukehren. Diese weigerte sich jedoch. Der 53-Jährige sah sich dadurch mutmaßlich in seiner Ehre verletzt, denn er sah nach Angaben der Staatsanwaltschaft seine Frau als seinen Besitz an.

Nach Überzeugung der Staatsanwltschaft wollte der Mann seine Ehefrau töten. Demnach kaufte er sich ein 14,5 Zentimeter langes Küchenmesser und soll seiner Ehefrau in der Nähe des Nürnberger Nordostbahnhofes aufgelauert haben. Dort soll er sich von hinten an seine Frau herangeschlichen, sie überrascht und versucht haben, sie zu erstechen. Da er beim Zustechen aber stolperte, erwischte er mit dem Küchenmesser lediglich den linken Daumen seiner Frau, so die Staatsanwaltschaft. Ein Zeuge konnte eine erneute Messerattacke des Mannes vereiteln.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 53-Jährigen nun versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung vor. Für den Prozess vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth sind drei Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil soll am 10. Juli fallen.

 

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