Landgericht Mühlhausen: "Jeder der Angeklagten hat mich drei Mal vergewaltigt"

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Massenvergewaltigung vor dem Landgericht Mühlhausen
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Mühlhausen (mesh-web)   Im Prozess um eine Massenvergewaltigung im thüringischen Mühlhausen hat das mutmaßliche Opfer alle drei Angeklagten als Täter wiedererkannt: "Jeder hat mich drei Mal vergewaltigt“, sagte die Frau am Montag in ihrer mehrstündigen Aussage vor dem Landgericht Mühlhausen.

Sie sei abwechselnd missbraucht worden. Sie sei geschubst, geschlagen, getreten und an den Haaren gezerrt worden. Die 28-Jährige schilderte detailreich die Übergriffe nahe des Mühlhäuser Bahnhofs.
Die Zeugin war nach eigener Darstellung Ende August 2016 während der Mühlhäuser Stadtkirmes unter einem Vorwand dorthin gelockt worden. Sie habe versucht, wegzulaufen und mit dem Mobiltelefon Hilfe zu rufen. Da sei ihr das Handy weggenommen worden. Am Ende der Übergriffe habe ein Angeklagter die Vergewaltigung mit dem Gerät gefilmt. Die Vernehmung der Zeugin wurde am Montag unterbrochen, sie soll am 18. Juli fortgesetzt werden.
Bereits zuvor der dritte Angeklagte von einvernehmlichem Sex gesprochen. "Ich war wegen der Kirmes stark alkoholisiert und habe mit ihr einmal geschlafen“, gestand der 23-Jährige. Zwei andere Männer hätten in etwa zehn Meter Entfernung vom Geschehen gestanden. Das seien aber nicht die beiden 23 und 29 Jahre alten Mitangeklagten gewesen. Diese hatten zum Prozessauftakt ausgesagt, in der Tatnacht in ihren Wohnungen gewesen zu sein und früh geschlafen zu haben.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Trio, das aus Eritrea stammt, gemeinschaftliche Vergewaltigung und Körperverletzung vor. Sie sollen sich sich einzeln oder jeweils zu zweit an der Frau vergangen haben. Um sie gefügig zu machen, hätten sie ihr Opfer geschlagen, gewürgt und ihm den Mund zugehalten.

Symbolbild: Thorben Wengert  / pixelio.de

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