Immer mehr Steuerhinterzieher zeigen sich selbst an

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Hannover (regio-newsticker)   In Niedersachsen haben sich im ersten Halbjahr 2017 601 Steuersünder selbst angezeigt. Dadurch versuchten sie, sich Straffreiheit zu sichern. "Wir nähern uns damit wieder dem langjährigen Schnitt an“, erklärte eine Sprecherin des niedersächsischen Finanzministeriums.

Nach der Ankündigung gesetzlicher Verschärfungen hatten sich seit 2013 zusammen mehr als 10.000 Steuersünder bei den Finanzbehörden in Niedersachsen selbst angezeigt. Seit die neuen Gesetze Anfang 2015 dann in Kraft traten, sank die Zahl der Selbstanzeigen aber wieder stetig und lag im ersten Halbjahr 2016 nur noch bei 626.

Fast vollständig ausgewertet sind inzwischen die von Niedersachsen angekauften CD-Dateien zu Kapitalanlagen und Stiftungen in der Schweiz, Liechtenstein und Luxemburg.
Bis Ende Juni dieses Jahres waren die Daten zu Finanzanlagen in der Schweiz zu 98 Prozent ausgewertet. Sie brachten dem Fiskus insgesamt 274,5 Millionen Euro an Strafen, Hinterziehungszinsen und Geldauflagen .

Die Liechtenstein-Dokumente sind bisher zu 94 Prozent ausgewertet, durch sie kamen 47 Millionen Euro zusammen. Die Dateien der Luxemburger Anlagen, die zu 93 Prozent abgearbeitet wurden, brachten dem Staat bisher 42 Millionen Euro an Einnahmen.

Anfang des Jahres hatte Finanzminister Peter-Jürgen Schneider (SPD) erklärt, dass dank verstärkter Möglichkeiten für den Datenaustausch mit dem Ausland weitere CD-Ankäufe künftig nicht mehr nötig seien.

 

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