Frankfurt/Main: Tuberkulose-Kranker auf der Flucht aus dem Krankenhaus

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Frankfurt (mesh-web)  Ein 33-jähriger Obdachloser, der an ansteckender offener Lungentuberkulose erkrankt und aus der Isolierstation des behandelnden Krankenhauses geflüchtet ist, wird von der Polizei in Frankfurt am Main gesucht. 

Der Mann wurde am 22. Juli in die Isolierstation einer Klinik aufgenommen. Am 31. Juli habe das Klinik-Personal die Polizei alarmiert, weil der Mann randaliert habe. Unter Bewachung sei er in die besonders gesicherte Seuchenabteilung verlegt und ans Bett gefesselt worden. Am 2. August sei er von dort spurlos verschwunden und zur Fahndung ausgeschrieben worden. 
Udo Götsch vom Gesundheitsamt Frankfurt erklärte auf Nachfrage, der Mann solle wieder in eine Klinik  gebracht und isoliert werden, bis er einer Behandlung zustimmt oder geheilt ist. Hochgradige Ansteckungsgefahr bestehe nicht,  betonte Antoni Walczok, Infektiologe beim Gesundheitsamt Frankfurt. Deswegen gebe es auch keinen Grund, die Bevölkerung zu warnen: "Die Gefahr, sich bei einem Gespräch oder einer gemeinsamen Fahrt in der U-Bahn anzustecken, ist extrem gering." Masern seien wesentlich ansteckender.
 
Quelle: Polizei/mesh-web/GSW   Bild: Tim Reckmann  / pixelio.de
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