CDU-Vize Julia Klöckner will Qualität der Flüchtlingsunterkünfte senken

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Berlin (mesh-web)   Weil es zu wenige Flüchtlingsunterkünfte gibt, sollen nach Meinung der stellvertretenden CDU-Vorsitzenden Julia Klöckner die Standards für solche Gebäude gesenkt werden. 

"Wir brauchen eine pragmatische Anpassung von Standards bei der Genehmigung und dem Bau von Flüchtlingsunterkünften in den Kommunen", sagte die Politikerin der dpa. Ziel müsse es sein, leerstehende Gebäude schneller zu nutzen.
 
Zwar sollten die Gebäude natürlich sicher und menschenwürdig sein. Die Frage sei aber: "Muss ein Gebäude unbedingt perfekt sein und allen Normen entsprechen, oder ist es nicht wichtiger, dass Menschen, die um ihr Leben gebangt haben, sicher unterkommen?" Zelte seien keine Lösung, besonders nicht im Winter. In Deutschland werden in diesem Jahr mindestens 450.000 Flüchtlinge erwartet. 
 
In Hinsicht auf das Taschengeld für Asylsuchende plädiert die ehemalige deutsche Weinkönigin für Sachleistungen statt Bargeld. "Für viele Menschen aus sicheren Herkunftsländern und für die, die keinerlei Aussicht auf Asylanerkennung in unserem Land haben, sind die Geldleistungen verständlicherweise ein Anreiz, nach Deutschland zu kommen", meinte sie. Durch Sachleistungen könne möglicherweise erreicht werden, "dass Menschen ohne Bleibeperspektive erst gar nicht aus ihrem Land ausreisen."
 
Quelle: dpa/mesh-web/kf  Bild: Cdurlp