Berliner Goldmünzendiebe geschnappt

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Berlin (regio-newsticker)   Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) und Kräfte der Bereitschaftspolizei waren am Morgen an der Thomasstraße und am Mittelweg in Neukölln in mehrere Wohnungen eingedrungen. Es ging um die Sicherung von Beweismitteln. Bei den Verdächtigen soll es sich laut einem Bericht der "Welt" um "Angehörige einer berüchtigten arabischen Großfamilie" handeln.


Die gestohlene "Big Maple Leaf" ist aus purem Gold und hat einen Durchmesser von etwa 53 Zentimetern. Eine Münze mit diesem Gewicht aus reinem Gold ist beim aktuellen Goldpreis etwa 3,74 Millionen Euro wert. Sie gilt als zweitgrößte Münze der Welt nach der australischen "Gold Kangaroo", die eine Tonne wiegt.

Es wird vermutet, dass die Täter die Münze einschmelzen wollen. Wie uns ein Goldschmied erklärte, brauche man dazu nicht viel. Es reicht ein handelsüblicher Schweißbrenner. Möglicherweise ist die Münze also schon eingeschmolzen und wird in Kleinstmengen zum Verkauf angeboten.

Die Goldmünze war Ende März diesen Jahres spurlos verschwunden. Eine Leiter, eine Schubkarre, ein Seil - mehr brauchten die Täter nicht, um den spektakulären Einbruch in das Bode-Museum und den Diebstahl der 100 Kilogramm schweren "Big Maple Leaf" durchzuführen.

Den Behörden zufolge habnunterschieden die Ermittlungen des Landeskriminalamts Berlin ergeben, dass die Täter über die Viadukte der Stadtbahn an das Museum kamen. Mit einer Leiter überbrückten sie den Höhenunterschied von einem Podest der Stadtbahn zu einem Fenster des Museums, durch das sie in das Innere kamen. Dort zerschlugen sie die Vitrine, in der die  riesige Goldmünzeünze aufbewahrt wurde. Die Täter verließen das Museum mit ihrer Beute auf dem gleichen Weg.

 Anschliessend schoben sie die Münze mit einer Schubkarre noch rund 80 Meter weit entlang der Gleise über die Spree. Mit einem Seil ließen sich die Täter schließlich in den Monbijoupark hinab. Dort verluden sie die Münze in ein bereitstehendes Fluchtauto und entkamen. Schubkarre, Leiter und Seil seien vor Ort sichergestellt worden, so die Polizei.
Beim Abtransport wurde die Münze der Polizei zufolge beschädigt. Am Bahndamm unter dem Museum habe man eine Stelle gefunden, auf die die Münze aus einer Höhe von drei oder vier Metern aufgeschlagen sei.

 

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