Bayern: Vergewaltigung einer 19-Jährigen durch drei Asylantbewerber war erlogen

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Holzkirchen (mesh-web)   Die versuchte Massenvergewaltigung einer 19-jährigen Frau durch drei Asylanten im bayrischen Holzkirchen war von dem angeblichen Opfer frei erfunden worden. 

Nach neuen Ermittlungen der Kriminalpolizei war die 19-Jährige in der Nacht zum 23. Juli mit einem der drei Afghanen am Bahnhof unterwegs. Der Mann hielt sie demnach an der Hand und begann in der Fußgängerunterführung damit, sie oberhalb der Kleidung zu streicheln. Als die Frau sich dagegen wehrte, habe er damit aufgehört, erklärte die Polizei. Die beiden anderen Asylbewerber hatten mit dem Fall überhaupt nichts zu tun. 
Mit dem neuen Sachverhalt konfrontiert gestand die 19-Jährige, die versuchte Vergewaltigung nur erfunden zu haben. Vor zwei Wochen hatte sie noch ausgesagt, alle drei Männer hätten sie in der Unterführung vergewaltigen wollen. Gegen den Flüchtling wird jetzt nur noch wegen Beleidigung auf sexueller Basis ermittelt. Der Fall hatte in der Region für großes Aufsehen gesorgt. Über Facebook hatte sich sogar eine Gruppe "Asyl Watch" gegründet, die angebliche kriminelle Aktivitäten von Asylbewerbern im Landkreis Miesbach anprangerte.
Die drei fälschlich Beschuldigten wurden noch am Freitag aus der Untersuchungshaft entlassen.
 
Quelle: Polizei/mesh-web/KF   Bild: M.E.  / pixelio.de