Bayern: Nitratbericht unter Verschluss - aber nicht für alle

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Geheimer Nitrat-Bericht der Bauern-Lobby bereits bekannt
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München (regio-newsticker)   Das bayrische Umweltministerium stellt heute einen Bericht zur Nitratbelastung des Grundwassers im Freistaat vor. Für erhöhte Nitratwerte werden vor allem Düngemittel in der Landwirtschaft verantwortlich gemacht.

Das Umweltministerium hütet den Nitratbericht wie einen Augapfel. Auch die Abgeordneten erhalten den Bericht erst heute während der Ausschussitzung. Der bayerische Bauernverband weiss offensichtlich mehr: Per Pressemitteilung ließ der Bauernverband schon gestern verkünden, der neue Bericht zeige eine positive Tendenz bei der Wasserqualität in Bayern.

Um die Entwicklung der Belastung des Grundwassers mit Nitrat und Pflanzenschutzmitteln (PSM) kontinuierlich zu beobachten und zu erfassen, werden seit dem Jahr 1983 für Nitrat und seit 1990 für PSM fortlaufend Daten der Wasserversorgung in Bayern erfasst und in Berichten dargestellt.

Wie kann es sein, dass die Abgeordneten den Bericht nicht bekommen und sich entsprechend auch nicht ausführlich vorbereiten können, während die Vertreter der Landwirtelobby schon Schlussfolgerungen veröffentlichen? Der Umweltausschuss-Vorsitzende Christian Magerl von den Grünen will dieser Frage heute im Ausschuss auf den Grund gehen. Inhaltlich liegt die Bewertung von Nitratwerten und Wasserqualität in den Debatten oft weit auseinander.

 

Bild: Thomas Max Müller  / pixelio.de

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