Autos von Politikerinnen abgefackelt

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Berlin (regio-newsticker)       In der Nacht zu Dienstag haben unbekannte Täter in Berlin-Neukölln zwei Autos angezündet. Eines davon gehöre der Neuköllner Bezirksverordneten Gabriela Gebhardt, teilte die SPD mit. "Ich werde mich nicht mundtot machen lassen und werde weiter für Demokratie kämpfen", sagte sie.

Nicht weit entfernt, in Berlin-Rudow, brannte wenige Minuten später ein weiteres Auto. Ein Nachbar in der Schönefelder Straße bemerkte das Feuer und alarmierte die Feuerwehr. Löschversuche des Zeugen und der Polizei scheiterten, erst die Feuerwehr konnte den Brand löschen. Das Fahrzeug wurde an Front und Motorhaube stark beschädigt.

Laut einem Bericht des"Tagesspiegel" soll es einer Frau gehören, die im "Aktionsbündnis Rudow gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit" engagiert ist.

Behörden haben mittlerweile einen Tatverdächtigen im Visier. Nach uns vorliegenden Informationen ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen einen einschlägig bekannten 27-jährigen Neonazi. Angeblich gab es bei dem Mann auch schon eine Hausdurchsuchung in anderer Sache.

Gegenstand dieses Verfahrens sind zwei Brandstiftungen vom Januar dieses Jahres. In einem Fall ging dabei das Fahrzeug des Inhabers einer Rudower Buchhandlung in Flammen auf, auf die bereits im Dezember ein Anschlag verübt worden war.

Der Buchhändler war offenbar ins Visier von Rechtsextremisten geraten, nachdem er eine Veranstaltung gegen Rechtspopulismus organisiert hatte.

Der wegen der Brandstiftungen beschuldigte Mann hatte einst für die NPD kandidiert und gehört zum Umfeld der Neonazi-Gruppierung "Nationaler Widerstand Berlin", die als eine der gewalttätigsten der Hauptstadt gilt. Er ist mehrfach vorbestraft, unter anderem wegen der Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole, gefährlicher Körperverletzung und der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten.


 

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