AfD und Flüchtlingskrise sind schuld: Bundespräsident Gauck droht mit zweiter Amtszeit als Bundespräsident

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Berlin (mesh-web)   Bundespräsident Joachim Gauck droht einem Zeitungsbericht zufolge mit einer zweiten Amtszeit. Er erwäge eine erneute Kandidatur angesichts der Flüchtlingskrise und des starken Abschneidens der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) in Meinungsumfragen, berichtet die "Bild"-Zeitung. 

"Der Bundespräsident wird auch vor dem Hintergrund der Flüchtlingsproblematik die Politik nicht noch in eine zusätzliche Krise stürzen", zitiert das Blatt eine nicht näher genannten Informanten aus dem Bundespräsidialamt.
Grund für die Befürchtungen seien die unklaren Mehrheitsverhältnisse bei der im kommenden Jahr anstehenden Wahl eines neuen Bundespräsidenten, wohingegen Gauck selbst eine breite Mehrheit hinter sich hätte, schreibt "Bild". Der Zeitung zufolge will der Bundespräsident nach den Landtagswahlen im März erklären, ob er 2017 noch einmal zur Wahl antritt.
Der parteilose ehemalige Pfarrer war 2012 von der damaligen schwarz-gelben Koalition aus CDU/CSU und FDP ins Rennen um die Nachfolge des zurückgetretenen Christian Wulff geschickt worden. Bislang ist Gauck jeder Festlegung in der Frage ausgewichen, ob er sich nach dem Ende seiner ersten Amtszeit für weitere fünf Jahre zum Bundespräsident wählen lassen will. Er wäre zum Zeitpunkt der Wahl bereits 77 Jahre alt.
Sollte Gauck erneut zur Wahl antreten, wäre eine Mehrheit für ihn in der Bundesversammlung ziemlich sicher. Abgelehnt wird er nur aus den Reihen der Linkspartei. 
Ob Gauck in der Bundesversammlung die Stimmen der AfD erhält, erscheint unter diesen Umständen allerdings mehr als fraglich.
 
Quelle: Bild/AfD/mesh-web/KF 
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